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Station Nr. 1 – Gemeinde Sobotín /Zöptau/

Sie befinden sich an der ersten von vierzehn Stationen der Wanderung rund um Sobotín. Die insgesamt 17 km lange Strecke führt durch die interessantesten Orte im Dorf und dessen Umgebung. Die einzelnen Stationen behandeln die Besonderheiten aus dem Bereich Geschichte, Natur, Geologie und Topographie.
Eine der ältesten Bergbausiedlungen im Gebiet Šumperk wurde Zöptau, Zeyptendorf oder Sobecinna genannt.  Die örtliche Bezeichnung gehört zur Kategorie von Namen, die von einem persönlichen Namen mit dem Suffix -ín abgeleitet werden. Laut Quelle handelte es sich um den persönlichen Namen Sobota und der Name Sobotín drückt also das Eigentumsverhältnis dieses Herren Sobota zum Dorf aus, abgekürzt als „Eigentum von Sobota“.
Eine der ersten Erwähnungen des Dorfes stammt aus dem Jahr 1351, als in Sobotín die Kirche mit der Pfarrei in der Urkunde erwähnt wurde, wodurch das Bistum Litomyšl (Leitomischl) entstanden ist. Das nachweisbare Bestehen des Dorfes wird durch die am 12. April 1351 in Avignon erlassene Urkunde des Papstes Clemens VI. bestätigt.
Zu den Eigentümern des Dorfes gehörten unter anderem die Herren von Tunkl oder die Zierotiner.
Das Dorf Sobotín liegt in Höhe von 445 m ü.d.M. und erstreckt sich über die Länge von 12 km. Es umfasst auch die Ortsteile Rudoltice (Rudelsdorf) und Klepáčov (Kleppel).
Die Symbole des Dorfes beziehen sich auf die industrielle Produktion im 19. Jahrhundert. Das seit Mitte des 17. Jahrhunderts benutzte Gemeindesiegel trug die Symbole hiesiger Hämmer - den Amboss mit Hammer, Zange und Rad auf einer langen Achse. Bis Ende 2009 waren ein Teil des Dorfes auch die Ortsteile Petrov nad Desnou (Petersdorf an der Tess) und Terezín (Theresienthal), die sich ab dem 1. Januar 2010 als Dorf Petrov nad Desnou loslösten.

Die Route führt weiter an der rechten Seite des Schlosses auf der Ortsstraße und dann rechts auf dem blau markierten Wanderweg.
 

Station Nr. 2 – Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten

Die reiche Geschichte des Dorfes nachweisen gut erhaltene Sehenswürdigkeiten. Die St. Laurentius-Kirche wurde 1605 an der Stelle des ehemaligen evangelischen Bethauses erbaut. Gerade in der Kirche in Sobotín hat die Wermsdorfer Bettlerin die Hostie während des Kommunionsgottesdienstes aus dem Mund herausgenommen, da man damals geglaubt hatte, die Kuh wird mehr Milch geben, wenn sie die Hostie mit dem Futter bekommt.  Das Ereignis ist nicht nur für sie, sondern auch für Hunderte von Opfern von Hexenprozessen verhängnisvoll geworden. Unter ihnen wurden auch der Zöptauer Richter Hans Axmann (1682) und seine Frau Dorothea (1683) verbrannt. Die Geschichte von Sobotín ist eng mit der industriellen Produktion verbunden, um deren Blüte sich die Gebrüder Franz und Albert Klein verdient gemacht haben. Sie lieβen an Stelle des alten Hammers das Zöptauer Schloss bauen. In den 40er Jahren des 19. Jhdts. kam es zum Umbau, das Gebäude erhielt einen romantischen Historismus, in dem jedoch der nachklingende Empire-Stil immer noch vorherrschte. Das Gebäude wurde von einem Schlosspark, einem Zierteich und vielen kleinen Parkgebäuden umgeben. Zwischen 1966 und 1968 hat der neue Besitzer Důl Dukla Havířov den Umbau durchgeführt. Derzeit ist das Schloss das Eigentum privater Besitzer, die es betreuen. Das Mausoleum erinnert an die Familie Klein. Die Kapelle mit der unterirdischen Gruft befindet sich in der Mitte eines ausgedehnten Parks. Das Bauwerk ist eindeutig durch das Werk des berühmten italienischen Architekten der Renaissance Andrea Palladio inspiriert. Das Gebäude selbst ragt durch eine reichhaltige Verzierung mit Skulpturen und eine Steinverzierung (detaillierter bei der Station Nr. 13) hervor.
An der Hauptstraße in Richtung Ostrava befindet sich ein kleines unauffälliges Haus der Mautstelle in Zöptau. Es ist wahrscheinlich die letzte in ihrer ursprünglichen Form erhaltene Mautstation nicht nur in der Region Olomouc, sondern auch in der Tschechischen Republik. Es erinnert an die Zeiten, als die Maut an den Straßen erhoben wurde. An der Straße namens Šumperská (Mährisch Schönberg-Straße) oder Jablonská (Gabel an der Adler-Straße) wurde sie zwischen 1839 und 1842 von den Brüdern Klein erbaut und seit 1864 ist sie bereits in der Liste des Besitzes der Eisenwerke in Zöptau erwähnt. Auf Staatsstraßen dauerte die Mautpflicht bis 1895, die Erhebung der Maut wurde definitiv 1902 abgeschafft. Das Objekt wurde 2011 anlässlich der Feierlichkeiten zum 140. Jahrestag der Eisenbahnstrecke Zábřeh - Sobotín renoviert.

Die Route führt weiter nach links und folgt nach 200 Metern der blauen touristischen Route.


Station Nr. 3 – Eisenwerke der Gebrüder Klein

Die dritte Station der Wanderung rund um Sobotín bietet schöne Aussichten auf das Dorf Sobotín, denen das Schloss und die St. Laurentius-Kirche dominieren. Im 19. Jahrhundert bot diese Sicht jedoch eine andere industrielle Szene.
Die Tradition der Eisenindustrie in Sobotín reicht bis zum Anfang des 17. Jhdts. zurück. Im Dorf befanden sich Rennöfen (Eisenschmelzöfen), Eisenhammer und Gießereien.
Im Jahre 1815 verlegte Andreas Eisenbach aus Galizien die Stahl- und Metallwarenfabrik nach Zöptau, die hauptsächlich Gewehre produzierte und zu den größten Fabriken in der Monarchie gehörte.
Zum Wachstum der industriellen Produktion kam es mit der Ankunft der Familie Klein im 19. Jahrhundert. In seiner Blütezeit in den Jahren 1852-1853 wurde Zöptau zum Zentrum der österreichischen Eisenindustrie mit einer Niederlassung in Štěpánov (Stefanau) bei Olmütz, die zweitausend Arbeiter beschäftigte.
Die Industriellen Gebrüder Klein beteiligten sich am Bau des Eisenbahnnetzes in der Monarchie. Insgesamt bauten sie über 3500 Kilometer Schienen. Der Bau von Eisenbahnen war mit dem Bau von Bahnhöfen, Tunneln, Brücken und Viadukten verbunden, von denen viele bis heute erhalten geblieben sind.
Der Niedergang begann allmählich gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Erschöpfung der Erzvorkommen und der immer stärker werdenden Konkurrenz der Hütte von Ostrava. Die Produktion in Zöptau wurde endgültig 1920 eingestellt. Verlassene Objekte wurden größtenteils demontiert und für andere Zwecke umgebaut.
Das Objekt der Maschinenfabrik wurde von der Firma für die Fahrradherstellung Velamos-Heinz in Mährisch Schönberg übernommen, die hier einen groβen Betrieb ausgebaut hat.

Zur vierten Station gehen Sie weiter auf dem blau markierten Wanderweg.
 

Station Nr. 4 – Mineralische Bodenschätze

Die Umgebung von Zöptau gehört zu einem der interessantesten Standorten mit Mineralien in der Tschechischen Republik. Der mineralogische Pfad verbindet einzelne Vorkommen seltener Mineralien. An sechs Orten Pfarrerb, Smrčina (Storchberg), Steinhübel, Rasovna (Schinderhübel), Kožušná (Fellberg) und dem Granatfelsen kommen interessante Mineralien vor.  Der markierte Spaziergang beträgt insgesamt 12 km. Der Ausgangspunkt des Pfades ist der Bahnhof Petrov nad Desnou (Petersdorf an der Tess)-Sobotín (Zöptau) oder die Umgebung des Ladens in Maršíkov (Marschendorf). Die Route ist zur besseren Orientierung mit Karten ausgestattet. Der Weg des mineralogischen Pfades führt durch welliges Gelände, überwiegend auf Forststraßen mit einem Zeitaufwand von ca. 4 Stunden.
Zu den interessanten Mineralien, die hier vorkommen, gehören zum Beispiel Granate, Epidot, Speckstein oder Magnetit. Diese Station der Wanderung rund um Sobotín liegt etwa 100 m vom Naturdenkmal Smrčina und der Hütte "Sokolka". Es handelt sich um ein einmaliges Gebiet in der Tschechischen Republik. Der hiesige Körper entstand aus ultrabasischen metamorphen Gesteinen. Es enthält Mineralien wie Magnetit, Speckstein und Apatit. Der Topfstein ist hier von einem grauen bis hellgrünen Speckstein mit feinen Schuppen gebildet, der fettig ist und häufig die Bestandteile von Chlorit und Aktinolith enthält.
Das Gebiet ist zum Naturdenkmal geworden und es kommt hier zum Beispiel die Kleine Hufeisennase vor, die im hiesigen Stollen überwintert.

Die Route geht weiter rechts auf dem blau markierten Wanderweg.
 

Station Nr. 5 – Flurnamen

Die Namen von Dörfern, Einzelhöfen in den Bergen, Hügeln, Wäldern und Bächen haben immer ihren Ursprung und erzählen oft alte Geschichten darüber, was einst geschah. Auch während der Wanderung rund um Sobotín finden wir Orte mit bemerkenswerten Namen. Dazu gehören unter anderem Farský vrch (Trausnitzberg), Smrčina (Storchberg), Havraní vrch (Rabenberg) und auch Svobodín (Freiheitsberg).
Unter der etymologischen Beobachtung können uns die Namen Folgendes verraten:

Farský vrch (Trausnitzberg)
Der Name (wörtlich übersetzt Pfarrberg) könnte die Tatsache widerspiegeln, dass der Hügel unter das Eigentum der Pfarre fiel, also ein Eigentumsverhältnis. Die Autorinnen des Buches Pomístní jména v Čechách (Flurnamen in Böhmen) erwähnen zum Beispiel, dass das Eigentumsverhältnis viel häufiger bei den Namen von Grundstücken als von Bergen eine Rolle spielt. Auch darum ist es möglich und leider kaum zu beweisen, dass der Name von einer Lage in der Nähe der Kirche und der Pfarrgemeinde in Sobotín abgeleitet ist.

Smrčina (Storchberg)
Dieser Flurname (im Tschechischen smrk=Fichte) spiegelt die Charakteristik des Standorts wider, d.h. das Auftreten von Fichtenbeständen. Es ist interessant, dass die Flurnamen, die von den Ausdrücken aus dem Bereich der Pflanzenwelt und des Bewuchses stammen und die es im Altvatergebirge viele gibt (Březina, Kopřivník, Vřesník usw.), ihren Namen entweder aufgrund der Tatsache erhalten konnten, dass der bestimmte Bewuchs, zum Beispiel die Fichte, den ganzen Berg bedeckte, oder im Gegenteil, dass es sich  um eine im gegebenen Gebiet eher einzigartige, und daher ausgeprägte Vegetation handelte, die das gegebene Objekt (den Berg) von anderen unterschieden hat.
Natürlich ist es heute fast unmöglich herauszufinden, wie es wirklich war, obwohl es wahr ist, dass die Fichte eher eine junge Holzart im Altvatergebirge ist.

Havraní vrch (Rabenberg)
Der Name wurde aus dem Deutschen übersetzt, auf den alten Karten aus dem 19. Jahrhundert findet man Raben Berg. Die Stelle konnte nach dem Vorkommen des Raben benannt werden, möglich ist auch die Version, dass es sich um eine metaphorische Benennung gemäβ den typischen mit dem Raben verbundenen Merkmalen gehandelt hat - schwarze Farbe, Trauer usw. Dann könnte das Attribut Raben die Eigenschaften des Ortes widerspiegeln - seine "Dunkelheit", zum Beispiel die stark bewaldete Oberfläche, oder bestimmte negative Konnotationen wie Traurigkeit usw.

Svobodín (Freiheitsberg)
Der ursprüngliche deutsche Name Freiheitsberg, „der freie Berg“, in der späteren Übersetzung Svobodín, spiegelt somit die Tatsache wider, dass diese errichtete Ansiedlung an einem Ort entstanden ist, der bei der Verteilung der Grundstücke frei geblieben ist, d.h. ohne Verpflichtungen. Auf die formale Form des Namens und die Verwendung des Suffixes -ín konnte nach einigen Autoren auch der Name des nahe gelegenen Sobotín Einfluβ haben. Es ist interessant, dass das Dorf in den Jahren 1869 - 1880 auch als Bedřichov erwähnt wird, und zwar nach dem Namen ihres Gründers des Ritters Stettenhofen.

Die Route führt weiter auf dem blau markierten Wanderweg.
 

Station Nr. 6 – Ortsteil Kleppel und Pass Berggeist

Die deutsche Ansiedlung Klepáčov (Kleppel, Klepel, früher Klepl) hat den Ursprung ihres Namens wahrscheinlich in dem althochdeutschen klep, mit der Bedeutung  Vorgebirge, Gebirgsausläufer. Der tschechische Name erscheint erst 1872 und wird von dem deutschen Namen abgeleitet. Klepáčov wird durch den landschaftlichen Charakter entlang des Baches Klepáčovský potok - ein tiefes Tal mit steilen Hängen gekennzeichnet. Die Meereshöhe schwankt zwischen 660 und 870 Metern.
Das Dorf wurde um 1594 auf dem Gebiet der Herrschaft Groβ Ullersdorf gegründet, nach der Abtrennung der Herrschaft Wiesenberg wurde Kleppel dieser Herrschaft zugeordnet. Die hiesigen Siedler waren vom Frondienst befreit, weil sie bei der Holzgewinnung und Transport von Eisenerz für die Eisenwerke in Zöptau eingesetzt waren. Trotz diesen Erleichterungen mussten die Dorfbewohner einige Pflichten gegenüber ihrer Herrschaft Wiesenberg erfüllen.
In Kleppel befindet sich eine der Holzkirchen im Gebiet Šumperk.
Die einschiffige Kapelle des Hl.  Johannes von Nepomuk wurde 1783 auf Veranlassung des damaligen Richters Anton Langer im Barockstil errichtet. Das Kloster Welehrad, als Besitzer der Herrschaft Wiesenberg schenkte das Holz für den Bau und das Dorf sicherte die Arbeiter. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Kirche renoviert. In der Nähe des Holzbaus befindet sich ein Steinkreuz, die Erinnerung an eine Steinmetzarbeit vom Anfang des 19. Jahrhunderts.
Auf dem Sattel Skřítek (Berggeist), der zu Kleppel gehörte, stand ein Gasthaus, das von den Fuhrleuten nach einem schweren und anstrengenden Aufstieg zur Ausspannung genutzt wurde. Später, am Ende des 19. Jahrhunderts, wurde es durch die Entwicklung des Tourismus zu einem gefragten Ort. Der Bergsattel ist mit einer Statue des Berggeistes des akademischen Bildhauers Jiří Jílek (* 1925 † 1981) verziert, der im Dorf gelebt und seine Werke geschaffen hat.

Gehen Sie weiter auf dem gelb markierten Wanderweg.
 

Station Nr. 7 – Rudelsdorf

Der deutsche Name Rudelsdorf besteht seit Jahrhunderten, außer im Jahre 1880, als das Dorf den tschechischen Namen Rudolec trug. Seit 1961 ist Rudelsdorf ein Ortsteil von Zöptau. Die Entstehung dieses Vorgebirgsdorfes reicht bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts zurück. Auf die Entstehung des Dorfes beziehen sich viele Legenden. Eine davon ist die Legende über eine Zaubermühle bei Rudelsdorf, die eine komplizierte Geschichte voller Verrat, Hass und Rache erzählt. Ein Müller und seine Frau zogen in die Bergansiedlung aus Dobroměřice bei Výškov (Wischkowa), wovon sie den Sohn des dortigen Gutsbesitzers entführten. Es war eine Strafe für ein nicht zurückgezahltes Darlehen. Durch allmähliche Intrigen bewegte die Müllerin ihren Pflegling, dass er sich in seine eigene Tochter verliebte und sie nach Rudelsdorf entführte. Die ganze Geschichte endet tragisch.
Ihre Fassung erwähnt Vlastivěda moravská aus dem Jahre 1932, eine weitere Version wird in der 1. Ausgabe der Zeitschrift  Podesní /Tesstal/ aus dem Jahre 2006 angegeben.
Dank der Gewinnung von Eisenerz und Edelmetallen befreite die Besitzerin der Herrschaft Kateřina Berková von Dubá 1573 ihre Untertanen von Frondiensten. Die Obrigkeit in Groβ Ullersdorf, die das Dorf 1578 in ihren Besitz erwarb, nahm diese Rechte jedoch nicht ein und führte wieder die Frondienste ein. 1659 erhoben sich die Untertanen gegen die nicht verpflichtenden Frondienste, die Primislaus II. von Zierotin verlangte. Sie haben jedoch keinen Erfolg erreicht „und sie mussten die kniefällige Abbitte der Obrigkeit tun”.
Im Zuge der Teilung der Groß Ullersdorfer Herrschaft kam Rudelsdorf zur Herrschaft Wiesenberg und das Dorf musste auf seine früheren Privilegien verzichten.
Auch die Symbole des Dorfes beweisen den Reichtum der Region an Bodenschätzen. Ein Beispiel ist das alte Gemeindesiegel, das die Winde mit dem aufhängenden Korb und den Kurbeln an beiden Enden der Welle darstellt. Über der Winde, die die Förderung aus dem Schacht beweist, gibt es noch zwei gekreuzte Hacken und eine Schaufel. Die Umschrift des Siegels lautet: SIGIL . DER . GEMEIN . IN . RUDELSDORF.
Die Bodenschätze zogen auch Verbrechen an. Zwischen 1751 und 1780 schürften am Weiβen Stein (Bílé kameny) bei Rudelsdorf die Gebrüder Dreschler aus Rabenseifen nach Silber und betrieben eine Falschmünzerei. Nach dem Verraten entkam ein Bruder und der andere wurde in Olmütz in Haft genommen.
1770 wurde der letzte Luchs gefangen. 28 Jahre später im Jahre 1798 wurde der letzte Wolf geschossen.

Gehen Sie weiter zur Brücke über das Bach Klepáčovský potok auf dem gelb markierten Wanderweg bis zum Fischrestaurant in Rudelsdorf .
 

Station Nr. 8 – Rudelsdorfer Gerichtshaus, Glockenturm und bedeutende Landsleute

Rudelsdorf charakterisieren das Gebäude der ehemaligen Post und die alte Schule mit ungewöhnlichen Türmen. Es befindet sich hier ein ausgedehntes Gelände mit dem Gebäude des ehemaligen Gerichtshauses, das nach dem Wiederaufbau in Privatbesitz ist.
In der Nähe des Gerichtshauses steht der hölzerne Glockenturm, der 1923 eingeweiht wurde. Das renovierte Gebäude symbolisiert das Denkmal für alle im Ersten Weltkrieg gefallenen Rudelsdorfer Bewohner.
Im Turm befand sich eine Glocke, die die Bürger als Ersatz für die Glocke aus dem Schulgebäude beschafft haben.
Eine wichtige Figur in Rudelsdorf war Johann Anton Sieber, der Erbrichter und erblicher Postmeister in Rudelsdorf.
In Rudelsdorf wurde Heindrich Klein geboren (*11. 9. 1756 – †26. 9. 1832), Autor der Kirchen- und Sakralmusik, Pädagoge und Veranstalter des Musiklebens in Pressburg und auch ein Freund von Beethoven.
Eine andere aus Rudelsdorf stammende interessante Persönlichkeit war Hubert Klein (*24. 7. 1885 – †2. 4. 1947), bedeutender Mineraliensammler in Nordmähren. Er arbeitete als Schmied in den Eisenwerken und in der Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen im nahen Petersdorf. Später arbeitete er als Steinhauer im Steinbruch bei Krásné (Schönthal). Ein Teil seiner Sammlung befindet sich in den Schulen in Zöptau und Petersdorf.

Gehen Sie weiter auf dem blau markierten Wanderweg und nach ca. 1,5 km biegen Sie nach rechts auf die Straβe nach Hraběšice (Rabenseifen) zum Wegweiser Traťovka.
 

Station Nr. 9 – Traťovka, Kreuzung der Wanderwege

Die neunte Station befindet sich an einem Ort namens Traťovka. Hier stand die gleichnamige Hütte, die ausgebrannt ist.
Dieser Ort kann als Kreuzung der Wander- und Radwege und der Langlaufloipen bezeichnet werden. Diese Wege führen auf den Pass Skřítek (Berggeist), Rabštejn (Rabenstein), auf Hvězda (Stella) oder nach Zöptau und Rabenseifen.
Über Traťovka führt die gut gepflegte 9,5 km lange Langlaufloipe Vikýřovice-Traťovka-Hvězda.
Alle Liebhaber des Sommertourismus können sich auf den Weg auf Rabštejn machen, die höchstgelegene Burganlage des historischen Mährens.
Vor Ort befinden sich die Ruinen dieser Sehenswürdigkeit.
Die Station bietet eine Aussicht auf Hraběšice (Rabenseifen), dem die Hl.  Philippus und Jakobus Kirche vom Anfang des 19. Jahrhunderts dominiert.  Hraběšice (Rabenseifen) entstand als Ansiedlung von Holzfällern und Bergleuten, in dessen Umgebung wurde Eisenerz abgebaut. Das Dorf erstreckt sich vom Tal des Baches Hraběšický potok gegenüber dem nördlichen und westlichen Hang des Hügels Kamenný vrch (Haidstein, 952 m ü. M.) entlang des Baches gleichlaufend mit der Straβe nach Šumperk, bis zu Nový Malín (Frankstadt) von einer Seite und bis zu Rudoltice (Rudelsdorf) von der anderen Seite.

Die Route führt weiter auf dem gelb markierten Wanderweg bis zum Wegweiser Nad Hraběšicemi.
 

Station Nr. 10 – Waldreich und Pflanzen

Bei der zehnten Station betritt man das Waldreich, in dem Pflanzen und Tiere leben. Die Flora dieser Gegend ist nicht sehr artenreich. Zu Beginn des Frühlings blühen vor allem am Rande der Pfade der Pestwurz und der Huflattich auf. In sonnigen Wäldern sind es Lerchensporne, Bingelkräuter, Leberblümchen und Zahnwurzen. Entlang der Bäche und auf wassergesättigten Standorten strahlen die Dotterblumen auf.  Auf gepflegten Graswiesen finden wir hauptsächlich übliche Arten wie z.B. Magerwiesen-Margerite, Kuckucks-Lichtnelke, Wiesen-Glockenblume und Gewöhnliche Pechnelke.  Selten begegnen wir hier einer blühenden Orchidee - der Weißen Waldhyazinthe. Auffallende Farne, Wald-Frauenfarne und Echte Wurmfarne bilden einen ausgedehnten Bewuchs. An den Waldrändern können wir die geschützte Türkenbund-Lilie finden. An feuchten Orten, wo es genug Totholz liegt, können wir das in Europa bedeutendes Grüne Koboldmoos finden. Seine bis einen Zentimeter großen Kapseln machen es für die meisten praktisch unsichtbar.

Gehen Sie weiter auf dem grün markierten Wanderweg.
 

Station Nr. 11 – Aussicht auf Altvater und Berge darunter, Fauna und Flora

Die Hügel oberhalb von Zöptau bieten Aussichten auf das Panorama des Altvatergebirges. Das Altvatergebirge gehört zu dem höchsten Gebirge in Mähren. Es gliedert sich in drei Teileinheiten
Keprnická hornatina (Kepernik-Bergland),
Medvědská hornatina (Bärenfang-Bergland),
und Pradědská hornatina (Altvaterbergland).


Die elfte Station bietet eine Aussicht auf die Tausender im Altvatergebirge:
Jelení hřbet (Hirschkamm) (1367 m ü. M.)
Velký máj (Maiberg) (1384 m ü. M.)
Praděd (Altvater) (1491,3 m ü. M.)
Břidličná (Schieferheide) (1368 m ü. M.)
Malý děd (Kleiner Vaterberg) (1343 m ü. M.)
Mravenečník (Ameisenhübel) (1342 m ü. M.)
Vřesník (Breiter Kamm) (1342 m ü. M.)
Homole (Hüttelberg) (1209 m ü. M.)

Zur nächsten Station gehen Sie bergab auf dem grün markierten Wanderweg.
 

Station Nr. 12 – Brünnlein und Fauna in der Umgebung von Zöptau

Die Vertretung der Tierarten in diesem Gebiet entspricht dem Charakter der Natur im Vorgebirge. In einem gegliederten, abwechslungsreichen Gelände mit sowohl sonnigen Wiesen als auch überwucherten Schluchten treffen sich wärmeliebende Arten mit den Arten, die typisch für das Gebirge sind.
Von den Wirbellosen kann man zum Beispiel den Schmetterling Distelfalter nennen, der zu den verbreitetsten Schmetterlingen der Welt gehört und über weite Entfernungen fliegen kann.  Ein interessanter und zugleich giftiger Käfer ist der Schwarzblaue Ölkäfer. Hauptsächlich zwei häufige Arten von Lurchen, der Grasfrosch und die Erdkröte, benutzen die Tümpel und die Teiche für die Vermehrung. Die am meisten vertretene Gruppe von Wirbeltieren sind die Vögel. In den umliegenden Wäldern kann man unseren kleinsten Vogel - das Sommergoldhähnchen und die kleinste Eule - den Sperlingskauz sehen. Hoch am Himmel kreist hier wieder der schnellste Raubvogel, der Wanderfalke, der ins Altvatergebirge in seine historischen Nistplätze zurückkehrt. In der Nähe der Vorgebirgsbäche sehen wir die Gebirgsstelze und den ausgezeichneten Taucher, die Wasseramsel. Von den üblichen Waldarten von Säugetieren leben in diesem Gebiet die Hirsche, Rehe und Wildschweine. Manchmal wird hier auch die nicht einheimische Art unserer Fauna gesehen, der Marderhund. Sehr selten wird in der weiteren Umgebung die Spur des größten Raubtieres des Altvatergebirges - des Luchses gefunden.

Zur nächsten Station gehen Sie weiter auf dem grün markierten Wanderweg.
 

Station Nr. 13 – Mausoleum der Familie Klein

Unter dem Farský vrch (Trausnitzberg) führt der Weg weiter zurück ins Dorf. Bevor Sie es betreten, sehen Sie links einen ausgedehnten eingezäunten Park mit einem ungewöhnlichen Gebäude. Es handelt sich um eine Gruft der Unternehmerfamilie Klein.
Das Projekt für den Bau der Gruft wurde 1880 von dem Wiener Architekten Wenzel S. Baumheyer entworfen und am 4. Oktober 1880 vom Kreishauptmann in Šumperk (Mährisch Schönberg) genehmigt. Die Baugenehmigung wurde bereits am 23. September 1880 erteilt und die Bauarbeiten haben ein Jahr später begonnen.
Der Rohbau des Mausoleums stand bereits 1885. In den folgenden drei Jahren wurden Fertigarbeiten und Arbeiten im Inneren des Mausoleums ausgeführt, darunter die Durchführung von Wand- und Deckengemälden, die vom Wiener Maler Franz Jobst stammten.
Im Projekt hat man mit insgesamt 40 Särgen gerechnet. Zuletzt wurden hier 14 Mitglieder der Familie Klein in 12 Särgen bestattet.
Das bemerkenswerte Bauwerk haben jedoch von Anfang an Schwierigkeiten begleitet. Die architektonische Lösung war für die in Sobotín (Zöptau) herrschenden Bergbedingungen nicht besonders geeignet.
Nach 1945 wurde das Gebäude das Ziel von Vandalen.
Das Dorf Sobotín erhielt die Gruft 1997 in seinen Besitz, 1999 wurden die sterblichen Überreste herausgehoben und anschließend in die Familiengruft an der St. Laurentius-Kirche  in Sobotín gelegt.
Das Dorf Sobotín hat vor, dieses einzigartige Objekt in der Zukunft zu renovieren und den anliegenden Park wieder zu beleben.

Zur letzten Station gehen Sie weiter rechts steil bergab auf dem Weg ohne Markierung bis zur Straße 1/11.
 

Station Nr. 14 – Zöptau im 21. Jahrhundert

Das Dorf Sobotín ist von malerischen Hügeln, Weiden und Wäldern umgeben. Die Zeit verwehte die Eisenwerke in die Vergangenheit und die Gegenwart zeigt ein ganz anderes Bild. Es stellt die Zeugnisse der Vergangenheit in Form von verfallenden, aber prächtigen Gebäuden dar, die vielleicht einmal renoviert werden und neue Nutzung finden.
Einer der Beweise für die Rückkehr und Respekt für die Geschichte ist die komplette Renovierung des Schlosses in Sobotín und dessen Umgebung.
Sobotín hat auch viel im Sportbereich zu bieten, eine große Tradition hat hier der Pferdesport. Für das reiche Vereinsleben im Dorf sorgen folgende Vereine Spolek dobrovolných hasičů Sobotín (Freiwillige Feuerwehr Zöptau), Seniorenclub, TJ – Sdružení chovatelů a přátel koní, o.s. (Turnverein - Verein der Pferdezüchter und -freunde, e.V., Gartenverein oder die Pfarre. Das Bergdorf zählt derzeit fast 1 300
Einwohner. Es gibt hier die Grundschule und der Kindergarten Údolí Desné (Tesstal), die Diakonie der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder.
Die Besucher des Dorfes haben die Möglichkeit, hiesige Erholungszentren oder Gästehäuser zu nutzen. Sehenswert ist die Rettungsstation der ursprünglichen Edelkrebse. Die örtliche Zucht trägt dazu bei, die Ausbreitung der nicht einheimischen Krebse zu verhindern und die Krebspopulation in traditionellen Gebieten ihres Vorkommens zu erhalten. Die Lokalität in Sobotín bietet auch die Möglichkeit die Rettung der Krebse durch Schulung, Exkursionen und berufliche Aktivitäten für die Öffentlichkeit zu popularisieren.

                                 Wanderung rund um Sobotín   die Mappe